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Das menschliche Bewusstsein

Der Begriff Bewusstsein  bedeutet im weitesten Sinne das Erleben mentaler Zustände und Prozesse.

Im menschlichen Körper ist das Bewusstsein an eine neuronale Organisationsstruktur des Gehirns gebunden. Mit der Trotzphase ab dem 3. Lebensjahr erwacht hier das vom Standpunkt der Spirtualität falsche ICH, das man im Mittelalter z.B. durch eine 'Ich Bin' -  Meditation zu transzendieren versuchte.

* Gerhard Roth: Wer trifft unsere Entscheidungen? | Sternstunde Philosophie

Das Körperbewusstsein hat ebenfalls eine neuronale Basis.

In den letzten Jahrzehnten wurden umfangreiche Studien über Gehirn- oder besser Kopfhautströme durchgeführt und Zusammenhänge bei meditativen Zuständen nachgewiesen.

Neuere Forschungen mit bildgebenden Verfahren zeigen, dass durch langjährige Meditationspraxis ungewöhnliche neuronale Aktivitätsmuster und neuroanatomische Veränderungen entstehen können.[3]     Im Vipassana bedeutet diese erhöhte Gamma-Wellen. Allerdings sind Kopfhaut-Wellen kein Beweis von Anwesenheit höherer Bewusstseinszustände. Man kann z.B.  beim lucides Träumen auch durch Injektion feinster Gehirn-Ströme herbeiführen.

Subjektives Bewusstsein

Philosophisch gesehen gilt der Satz 'Cogito ergo sum'.

Aus esoterischer Sicht ist Bewusstsein eine Eigenschaft, die auch eine Wesenskomponente spiritueller Käfte und Körper darstellt. Hier werden bis zu 7 Bewusstseinsstufen unterschieden. Die höheren Bewusstseinszustände sind nicht an die Neuronen gebunden sondern an höhere Körper.

Im Mahayana versucht das Yogacara die Welt als 'Nur Bewusstsein' zu sehen(rigpa, amalavijñāna).

Das Gegenteil von Bewusstsein ist Avidya oder Maya.

Reines Bewusstsein kann als Chitta (Samkhya) bereits auf der Mentalebene erfahren werden, wie es bei einfachen Meditationen und bei Anfängern der Fall ist, wo es eine Gegenkraft zum Ich(Ahamkara) bildet : 'Ich bin'.

Im Hinduismus gilt das CHIT des Tapoloka in Form des Shabda als höchstes nichtduales  Bewusstsein jenseits des Atman, welches aber als eine hohe spirituelle Energieform zu verstehen ist, aus der sich letztendlich die Schöpfung herleitet.

Die Shivasamhita 6.6.47 lehrt 'Wer auf sunya (Leere oder Vakuum oder Raum) kontempliert, beim Gehen oder stehend, Träumen oder Wachen, wird ganz ätherisch, und wird im Chid Akasa (Bewusstseinsraum über chitta akasha und bhuta akasha) absorbiert.

Der kashmirische Shivaismus kennt ein noch höheres Chit und eine Chit-Shakti des Sadashiva im göttlichen Satyaloka.

Literatur

* The Phenomenology of “Pure” Consciousness as Reported by an Experienced Meditator of the Tibetan Buddhist Karma Kagyu Tradition. Analysis of Interview Content Concerning Different Meditative States, C Costines - Tilmann Lhündrup Borghardt - Marc Wittmann · 2021

Weblinks


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