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PANCHAKARMA
Anweisungen
und Informationen
Was ist Ayurveda?
D
er Ayurveda ist die älteste der Medizingeschichte
überlieferte und bis heute angewandte Heil-kunde. Sie hat ihre
Heimat in Indien. Über Jahrtausende hinweg wurde ärztliches
Erfahrungs-wissen überliefert, das lange Zeit nur mündlich
weitergegeben und erst sehr viel später handschriftlich
festgehalten wurde. Im Laufe seiner Geschichte hatte der Ayurveda
nicht nur großen Einfluß auf das medizinische Denken im
asiatischen Raum. Von Hippokrates, dem bedeutendsten Vertreter der
alten griechischen Heilkunde, wird überliefert, dass er in enger
Anlehnung an das Wissens- und Lehrsystem des Ayurveda behandelte.
Sein Einfluss reicht weit über die Grenzen Griechenlands hinaus
und hat das medizinische Denken des Abendlandes bis in die jüngste
Gegenwart beeinflusst. Noch heute enthält der von ihm
formulierte "hippokratische Eid" die sittlichen
Leitgedanken reinen Arzttums, zu denen sich auch der Arzt unserer
modernen Medizin bekennt. Bedeutende Auswirkungen hatte der Ayurveda
unter anderem auch auf die Medizin des alten Ägypten und er
bildete die Grundlage für die bis heute ausgeübte
traditionelle chinesische Medizin.
Wiederbelebung zeitlosen Heilwissens
Durch
politischen und gesellschaftlichen Wandel erlebte auch die
Ayurveda-Heilkunde Blütezeiten und Wissenseinbußen. Die
großen ärztlichen Seher hatten ursprünglich in ihrer
großartigen intuitiven Schau eine umfassende Heilkunde
formuliert, die den Menschen in untrennbarer Einheit mit Natur und
Kosmos verstanden. Herausragende Ärzte Indiens haben sich bis
heute oft auf der Grundlage einer ununter-brochenen Familientradition
dieses unverfälschte Heilwissen bewahrt und wenden es
ganzheitlich im ursprünglichen Sinne an. In weiten Bereichen
wird aber, entsprechend dem Zeitgeist, nur noch Teilwis-sen
angewendet und symptomorientiert behandelt. Von der ursprünglichen
Ganzheit ist, vor allem in der praktischen Anwendung, viel
verlorengegangen.
Ganzheitliche Naturheilkunde
Die
anerkanntesten und führenden Experten des Ayurveda haben daher,
in Zusammenarbeit mit westlichen Ärzten, begonnen, die Quellen
des Wissen neu zu beleuchten, die zeitlos gültigen
Heilprinzipien dieser ganzheitlichen Naturheilkunde herauszuarbeiten
und sie zeitgemäß zu formulieren und zu unterrichten.
Diese Initiative geht zurück auf Maharishi Mahesh Yogi und heißt
daher auch der Maharishi-Ayur-Veda. Maharishi handelt im Auftrag und
mit Unterstützung der traditionellen Hüter des vedischen
Wissens und ist seit Jahrzehnten bemüht zu verdeutlichen, dass
diese Wissensquelle im Menschen selbst liegt und durch eine uralte
Meditation spontan und mühelos erfahren werden kann. Diese
Technik ist heute unter dem Namen Transzendentale Meditation bekannt
und gilt im Vergleich zu anderen Entspannungs- und
Meditationsverfahren als wirkungsvollste und wissenschaftlich am
besten belegte Methode.
Panchakarma-Therapie
Ayurvedische
Verjüngungs- und Heilbehandlungen
E
ine wichtige
Rolle in der Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten spielt die
Panchakarma-Therapie, eines der wirksamsten Behandlungskonzepte des
Ayurveda. Panchakarma heißt wörtlich "Fünf
Handlungen". Es ist ein wohldurchdachtes Verfahren von fünf
möglichen Behandlungen. Diese sind ideal aufeinander abgestimmt
und stellen Wohlbefinden und Gesundheit sanft und natürlich
wieder her. Panchakarma ist individuell verordnet. Dabei richten sich
die einzelnen Anwendungen und Maßnahmen nicht nur nach dem
augenblicklichen Gesundheitszustand des Patienten, sondern auch nach
seiner individuellen Reaktionsbereitschaft, seiner naturgegebenen
Konstitution und Anlage. Dieser Behandlungsform setzt daher eine
sorgfältige Untersuchung durch den behandelnden Heilpraktiker
oder Arzt nach westlichen und ayurvedischen Gesichtspunkten voraus.
Wie in anderen Bereichen des traditionellen Ayurveda bestanden in
Indien auch bezüglich des Panchakarma die unterschiedlichsten
Auffassungen und Bräuche. Es hat etwa fünf Jahre benötigt,
um die Verfahren genau zu beschreiben und sie den Bedürfnissen
und Möglichkeiten der westlichen Lebensweise anzupassen. Die
Panchakarma - Therapie, wie sie im
Maharishi-Ayurveda-Gesundheitszentrum durchgeführt wird, stützt
sich auf die Erfahrungen der bedeutendsten Experten auf diesem
Gebiet, die diese Therapieform in enger Anlehnung an die klassischen
Schriften vervollkommnet haben.
Tips
Ratschläge während der Behandlungen
Gönnen
Sie sich genügend Ruhe, vermeiden Sie aber Schlafen während
des Tages.
Vermeiden
Sie Unterkühlung, besonders Füße, Kopf und
Halsregion sollten warm sein.
Vermeiden
Sie anstrengende körperliche Aktivitäten wie Sport,
sexuelle Aktivität usw.
Bevorzugen
Sie leichte, warme, natürliche Nahrung. Vermeiden Sie
Genussmittel, Fertigprodukte, zuckerhaltige Nahrung und Getränke.
Verzichten
Sie auf Medikamente und ayurvedische Präparate während der
Kur, soweit vom Arzt nicht anders verordnet.
Bitte
duschen Sie während der Hauptkur nicht kalt und nehmen Sie
keine Wechselbäder.
Ablauf
Die drei wesentlichen Phasen der Therapie:
Eine
Vorkur,
die
Hauptbehandlungen
und
das Verhalten nach den reinigenden und umstimmenden Anwendungen der
Kur.
Gönnen Sie sich Wohlbefinden
Gehen
Sie durch die unterschiedlichen Schritte in Freundschaft mit Ihrem
Körper!
Es
ist nicht nötig, heroisch zu sein.
Alle
Behandlungen, auch die Diätempfehlungen, sollen angenehm sein
und Ihr Wohlbefinden heben.
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Bitte
rufen Sie uns an oder kommen Sie in die Sprechstunde,
wenn
Sie Fragen haben oder sich aus irgendeinem Grund nicht wohl
fühlen.
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Stärkung der Verdauungskraft - Abbau von Ama
U
m die
Panchakarma Kur optimal vorzubereiten, kann es erforderlich sein, die
Verdauungskraft vorweg zu stärken und "Schlackenstoffe"
abzubauen. Der Ayurveda bezeichnet diese als Ama. Ama heißt
wörtlich unreif, ungekocht oder unverdaut. Gemeint sind alle
Substanzen, die bei unvollständiger Verdauung anfallen und zu
verschiedenen körperlichen und geistigen Symptomen führen
können. Die Therapie von Ama besteht deshalb in der Regel aus
einer leichten Ernährung und der Stärkung der
Verdauungskraft.
Basisempfehlungen zum Abbau von Ama
Um
das Ama in den wichtigsten Körpergeweben abzubauen, beachten Sie
bitte für4-14 Tage die folgenden Ratschläge. Gehen Sie aber
individuell vor und seien Sie nicht zu streng mit sich. Etwa 1/2 Std.
vor dem Fühstück: Trinken Sie ein Glas warmes Wasser mit
ca. einem Teelöffel frischem Zitronensaft und 1 -2 Teelöffel
echtem deutschen Imkerhonigs (das Wasser darf nicht heißer als
40 Grad sein, sonst nehmen sie den Honig vorher) Die Temperatur bitte
nicht schätzen, sondern messen. Man vertut sich gern!
Frühstück
Das
Frühstück kann ganz ausfallen. Bei starkem Hunger können
Sie frisch gepresste Fruchtsäfte trinken oder ein leichtes
Frühstück z. B. Toastbrot, Butter, Marmelade, Honig, Tee
usw. einnehmen.
Mittagessen
Mittags
sollten Sie eine leichte, warme Mahlzeit zu sich nehmen. Sie dürfen
sich dabei satt essen. Achten Sie bitte auf Ihren persönlichen
Sättigungspunkt. Er schützt Sie davor, sich zu überessen.
Essen Sie möglichst in einer ruhigen Atmosphäre und bleiben
Sie nach dem Essen noch 10 - 15 Minuten sitzen.
Vermeiden Sie während der Kur folgende Speisen
Gebratenes,
Frittiertes, Fettes, Saures, reine Rohkost, rohe Getreidemüsli,
Fisch, Schweine- und Rindfleisch, Käse, Quark, Joghurt und
andere Sauermilchprodukte, Süßigkeiten, auch Zwiebeln und
Knoblauch!
Beispiel für empfohlene Nahrungsmittel
Weißer
Reis, Blattgemüse, Karotten, Rote Beete, Mungbohnen, leichte,
abgelagerte Brotsorten, frische Salate in kleinen Mengen (hier noch
erlaubt, später keine Rohkost!), Gemüse- und Getreidesuppen
etc.
Abendessen
Das
Abendessen kann ganz ausfallen. Bei starkem Hunger sind Getreide-,
Reis-, und Gemüsesuppen empfehlenswert. Das Abendessen sollte
nach Möglichkeit vor 18 Uhr sein.
Zwischenmahlzeiten
Das
Essen sollte sich auf die Hauptmahlzeiten beschränken. Bei
starkem Hunger sind frische Frucht-säfte erlaubt.
Heißwasser-Trinkkur
Zur
Förderung des Stoffwechsels und zum Ausspülen von Ama
verwenden wir heißes Wasser. Kochen Sie dazu gutes
Leitungswasser oder mineralarmes, kohlensäuerefreies Tafelwasser
20 Minuten (mindestens 10 Minuten) und trinken Sie schluckweise
kleine Mengen sehr häufig während des Tages.
Halbstündlich
zwei bis drei Schluck Wasser, das die Temperatur von heißem Tee
haben sollte (ohne sich jedoch zu verbrennen), hat eine
außerordentlich reinigende Wirkung auf den Körper, nimmt
Unwohlsein weg, reguliert die Verdauungstätigkeit und hilft bei
unechtem Hunger zwischen den Mahlzeiten.
Sie
können das Wasser in einer Thermoskanne warm halten.
Das
heiße Wasser ist mit der wichtigste Teil der vorbereitenden
Reinigung und Normalisierung der Verdauungsaktivität zu Beginn
der Panchakarma-Therapie. Bitte halten Sie sich an die Empfehlung, es
wirklich 10 bis 20 Minuten zu kochen. Es verbessert sich dabei im
Geschmack und dringt besser in die Körperzellen ein.
Nach
diesen Tagen der Vorbereitung können Sie mit der Einnahme von
Ghee oder einer anderen Substanz wie verordnet beginnen.
Das
heiße Wasser sollten Sie während der ganzen Kur und, falls
nicht ausdrücklich vom Arzt anders empfohlen, auch danach für
eine gewisse Zeit als gesundheitsdienliche Gewohnheit beibehalten.
Nun stündlich oder zweistündlich genommen, verhindert
es die erneute Ansammlung von Ama, insbesondere in Verbindung mit den
Verhaltens- und Ernährungsempfehlungen, die Sie für die
Zeit nach der Panchakarma-Behandlung erhalten.
Snehana - innere Ölung
W
as bedeutet
Ghee? Ghee ist geklärte Butter, ein von
schwerverdaulichen Substanzen befreites Butterreinfett (Rezept
finden Sie unter Allgemeines). Es reinigt den Körper
von Schlacken, gleicht Doshas aus, vermehrt körperliche Ausdauer
und Vitalität. Ghee ist eine der Substanzen, die von uns zur
Einleitung der Panchakarma-Behandlung (Vorkur) verwendet wird.
Behandlung mit Ghee, Bitterghee
Nehmen
Sie morgens auf nüchternen Magen warmes, flüssiges Ghee
bzw. Bitterghee schluckweise in der angegebenen Menge ein. Wenn es
angenehmer ist, trinken Sie dazu jeweils einen Schluck heißes
Wasser.
Reaktionen, die evtl. auftreten können
Nach
2-4 Stunden tritt - evtl. auch stark vermehrt - wieder Hungergefühl
auf: Sie können ein Mittagessen einnehmen.
Längere
Zeit besteht ein flaues Gefühl im Magen und Sie haben kaum
Hunger während des Tages: Besser kein Mittagessen.
Auch
am nächsten Morgen besteht noch Widerwillen gegen Essen?
Bitte
sprechen Sie vor der erneuten Ghee-Einnahme unbedingt mit dem Arzt!
Ersatz für Ghee bei absoluter Fettunverträglichkeit:
Bei
einer anderen, gegebenenfalls für Sie verwendeten Substanz
erhalten Sie die schriftliche Anweisung eventuell zusammen mit dem
Präparat vom Gesundheitszentrum. Es gelten ansonsten die
gleichen Anweisungen wie bei Ghee.
Regeln während der Ghee-Behandlung
Nehmen
Sie an den Ghee-Tagen kein Frühstück zu sich.
Die
beste Einnahmezeit für das Ghee ist zwischen 6 und 7 Uhr
morgens.
Wenn
nichts anderes verordnet nehmen Sie warm und flüssig am 1.
Tag 30 ml, am 2. Tag 60 ml, am 3. Tag 90 ml.
Heißes
Wasser
Eine
Stunde nach der Einnahme des Ghee beginnen Sie heißes Wasser,
aber nur in kleinen Schlucken, zu trinken. Wenn Sie zu viel trinken,
wird das Verdauungsfeuer geschwächt, was den Abbau des durch das
Ghee gelösten Amas verhindert. Drei Stunden nach der
Ghee-Einnahme können Sie die Trinkmenge erhöhen. Wenn Sie
ausnahmsweise leichte Übelkeit verspüren, können Sie
dem heißen Wasser etwas Zitrone, wenn das nicht genügt,
eine Prise Ingwerpulver hinzufügen. Ingwer erhöht die
körperliche Fitness, die in den ersten Tagen etwas gedämpft
ist.
Sollte
starke Übelkeit bestehen, Widerwillen gegen Ghee, oder
Durchfall auftreten, sprechen Sie bitte mit ihrem Heilpraktiker oder
Arzt.
Während
der Ghee-Tage entfallen Frühstück und Zwischenmahlzeiten
vollkommen. Die erste Mahlzeit nach der Ghee-Einnahme ist deshalb
frühestens das Mittagessen. Dies sollten Sie jedoch nur zu sich
nehmen, wenn Sie das Gefühl haben, dass das Ghee vollständig
verdaut ist und Sie eindeutig hungrig sind. Solange Sie noch nach
Ghee aufstoßen, ist das Ama noch nicht vollkommen verdaut, und
es empfiehlt sich, mit dem Essen noch etwas zu warten.
Andernfalls
nehmen Sie erst nachmittags eine Kleinigkeit zu sich.
Das
Abendessen sollte leicht sein.
Essen
Sie an diesen Tagen unbedingt fettfreie, leichte und warme Nahrung
(keine tierischen Eiweißprodukte wie Fleisch, Wurst, Fisch,
auch keine Milch, Quark, Käse, Yoghurt, Nüsse etc.
Bevorzugen
Sie jene Gemüse, die über der Erde wachsen und so viel
Sonnenenergie aufge-nommen haben, und daher leicht zu verdaulich
sind. Möhren und Rote Beete sind jedoch als Wurzelgemüse
zu empfehlen. Rohkost, Pilze, Kohlsorten, außer Brokkoli,
Lauchgewächse wie Porree, Zwiebeln und Knoblauch sind schwer
verdaulich und daher zu meiden. Genießen Sie frisch gekochte
Speisen und meiden Sie Konserven- und Industrie-Nahrung.
Sie
können mit Wasser gekochtes Getreide, Reis, Gemüse,
Haferflocken etc. zu sich nehmen. Alle Gewürze, auch
Süßungsmittel in kleinen Mengen wie Honig (nicht über
40° erhitzen) oder Marmelade) sind erlaubt. Spezielle
Kochrezepte erhalten Sie gesondert.
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Bei
Fragen oder Problemen während dieser Behandlungsphase
wenden
Sie sich bitte an unsere begleitenden Ärzte.
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Vorbehandlung
Zweck der inneren Ölung
Während
der Snehana-Behandlung hat sich das Ghee in den Körpergeweben
angesammelt und mit Toxinen gesättigt. Nun können durch
Massageanwendungen diese Substanzen mobilisiert und der Stoffwechsel
aktiviert werden, so dass die gelösten Toxine in Zirkulation
geraten und die Ausscheidung am Abführtag ermöglicht wird.
Sesamöl-Massage
Führen
Sie eine Sesamöl-Massage zuhause durch!
Für
diese ayurvedische Massage sollte ausreichend Öl verwendet
werden, damit der Kontakt mit der Haut glatt und sanft ist. Es
empfiehlt sich, alle Körperteile zuerst einzuölen und
anschließend die Massage durchzuführen. Man beginnt zuerst
mit der Kopfhaut, den Ohren und dem Gesicht; dann folgen Rumpf, Arme,
Hände, Beine und Füße.
Der
Druck bei der Massage sollte angenehm sein. Man massiert mit
streichenden und kreisenden Bewegungen. Massieren Sie gerade
Körperpartien, z.B. lange Röhrenknochen und Rücken mit
großen Strichen, Gelenke von allen Seiten mit kreisenden
Bewegungen.
Die
Massagebewegung ist von innen nach außen, am Arm z.B. von der
Schulter beginnend und mit den Fingern endend. Die langen Arm- und
Beinknochen sollten jeweils mit gleichem Druck auf und ab massiert
werden; Brustbein und Bauch sanft, der Bauch im Uhrzeigersinn im
Verlauf des Dickdarms.
Damen
sollten während der ersten 3 Tage der Menstruation keine
Ölmassage durchführen.
Massagedauer:
in der Regel 5 - 20 Minuten täglich.
Abweichungen
von diesen generellen Anweisungen entsprechend Ihrer individuellen
Konstitution werden Ihnen vom behandelnden Heilpraktiker oder Arzt,
wenn nötig, persönlich mitgeteilt.
Das
Öl beginnt nach 2 - 3 Minuten einzuziehen. Daher ist es gut, es
ungefähr 10 Minuten auf der Haut zu lassen, bevor Sie heiß
baden oder duschen.
Vorbereitung für Ihren Abführtrunk
Falls
Ihnen die Massage zuhause nicht möglich sein sollte, dann nehmen
Sie abends ein heißes Bad. Wenn dies nicht jeden Tag möglich
sein sollte, so doch mindestens am letzten Ghee-Tag.
MP 14
Anschließend
kochen Sie 8 Tabletten MP 14, welches sie im Gesundheitszentrum
erhalten, in 800 ml Wasser auf 200 ml herunter und trinken dieses vor
dem Schlafengehen. Dies ist die Vorbereitung für Ihren
Abführtrunk am nächsten Morgen.
Reifen des Öls
Z
u
Massagezwecken wird ein hochwertiges, kalt gepresstes Sesamöl
vor Gebrauch auf etwa 110 Grad erhitzt. Dadurch wird es leicht
flüssiger und zieht besser in die Haut ein. (Achtung: Bei
Überhitzen des Öls zersetzt es sich und kann nicht mehr
verwendet werden.) Bei der Herstellung des gereiften Öls kann
man ein Thermometer verwenden. Oder man nimmt die gesamte Menge (z.B.
den Inhalt einer Flasche) und erhitzt sie in einem Topf, dem man
einen Tropfen Wasser zusetzt. Beim Erreichen der
Wasser-siedetemperatur zerplatzt dieser Tropfen deutlich hörbar.
Dieser Vorgang braucht vor dem Erwärmen des Öls auf
Körpertemperatur vor jeder Massage nicht wiederholt zu werden.
Die Wirkung des Reifens verliert sich bei längerem Stehenlassen
des Öls nicht.
Ölmassage mit anschließendem Bad zu Hause
Diese
Massage können Sie nach der Kur zu Hause täglich
durchführen. Sie hat folgende
Wirkungen
fördert
die Entschlackung
regt
Kreislauf und Lympffluß an
stärkt
das Nervensystem
kräftigt
die Muskulatur
stärkt
die Verdauungskraft
beugt Krankheiten vor und
belebt den gesamten Körper
Abführtag
Einnahme für Abführtag
Wie
bereits oben angegeben, nehmen Sie abends am letzten Ghee-Tag nach
dem heißen Bad die MP-14-Abkochung und am darauffolgenden
Morgen, wenn nichts anderes verordnet, 40 ml Rhizinusöl.
Bitte
nehmen Sie das vom Heilpraktiker verordnete Mittel nach Vorschrift
ein!
Rhizinusöl
sollte erwärmt pur oder mit dem Saft einer halben Orange für
den lunaren und etwas heißem Wasser für den solaren Typ
getrunken werden. Die beste Einnahmezeit für das Abführmittel
ist ca. 6 Uhr morgens.
Diätempfehlungen während des Abführtages
Nehmen
Sie kein Frühstück zu sich.
Wenn
Sie durstig sind, trinken Sie schluckweise heißes Wasser.
Essen
Sie erst, wenn der Darm sich völlig entleert und weitgehend
beruhigt hat.
Durch
das Abführen verlieren Sie viel Flüssigkeit. Achten Sie
deshalb darauf, anschließend genügend zu trinken
(Kräutertees, kohlensäurefreies Mineralwasser mit
Zimmertemperatur, heißes Wasser, aus-nahmsweise Säfte nach
Rücksprache).
Insgesamt
ist es wichtig, langsam auf leicht Kost überzugehen.
Aufbaukost am Abführtag
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Anzahl
der Mahlzeiten
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Zubereitung
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Schrittweise Wiederherstellung
der normalen Verdauungskraft nach
Virechana erst wenn die Durchfälle zur Ruhe
gekommen sind, d. h. frühestens 1 Stunde nach der letzten
Darmentleerung:
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Lauwarme
und sehr dünne Suppe,
hergestellt
aus gutem, mindestens 1 Jahr gelagertem Reis. Bhasmatireis ist am
besten. Der flüssige Anteil der Suppe sollte dominieren:
1
Teil Reis, 16 Teile Wasser.
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Die folgenden 2 Mahlzeiten:
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Warme
Suppe von normaler Konsistenz und mit sehr wenig oder keinem Salz
und Fettanteil.
Auch
hier ist gelagerter Bhasmatireis am besten.
1
Teil Reis, 6 Teile Wasser.
Nach
dem Essen sollte heißes Wasser getrunken werden.
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Die weiteren 2 Mahlzeiten:
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Dicke
Suppe oder Brei aus Reis wie oben beschrieben zusammen mit sehr
dünner Suppe aus Mungdhal. Beides mit einer kleinen Menge
Salz und geringem Fettanteil.
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Spezielle Rezepte für Abführtag und Aufbautage
Die
erste Mahlzeit des Tages sollte ein sehr leichtes Mittagessen sein,
eine dünne Reissuppe (Peya). Die nachfolgenden Mahlzeiten werden
entsprechend Ihrer Konstitution und Verdauungskraft ebenfalls
individuell ausgewählt. In der Regel sind es deftigere Reis-
oder Gemüsesuppen.
Verhalten am Abführtag
Der
Abführtag ist eine entscheidende Maßnahme der
Panchakarma-Behandlung. Bitte nehmen Sie sich an diesem Tag besonders
viel Zeit und Ruhe für Ihren Körper, um maximalen Erfolg
für die nachfolgenden Behandlungen zu haben. Nachdem Sie den
Darm entleert haben, sollten Sie duschen und den ganzen Körper
feuchtwarm abreiben und für eine Weile an einem ruhigen,
angenehmen Platz ausruhen.
Das
Abführen kann für den Organismus belastend sein, wenn
Sie nicht folgende Verhaltensempfehlungen beachten:
Vermeiden
Sie
lautes
Sprechen,
sexuelle
Aktivität,
emotionale
Belastungen wie Ärger oder Gram,
anstrengendes
Fahren oder
zu
spätes Zubettgehen,
aber
auch Schlafen am Tage.
Vermeiden
Sie unbedingt, nichtempfohlene Nahrungsmittel an diesem Tage zu
sich zu nehmen.
Duschen
Sie nicht eiskalt und nehmen Sie keine Wechselbäder.
Hauptkur
Allgemeines
zur Hauptbehandlung
D
ieser
Behandlungsabschnitt ist der angenehmste Teil der Kur, in ihm werden
sanfte Ganzkörper-massagen und Wärmetherapien angewendet.
Diese sind die Vorbereitung für den wichtigsten Teil der
Hauptkur, den unterschiedlichen Einläufen (Bastis). Im Anschluss
an jede vorbereitende Öl- oder Wärmebehandlung folgt also
Obgleich
Panchakarma wörtlich mit fünf Behandlungen zu übersetzen
ist, beinhaltet es tatsächlich eine komplexe Abfolge von
Schritten, die sich nach dem Konstitutionstyp richten und damit einer
sorgfältigen Betreuung bedürfen.
Diese
Behandlungen nehmen täglich 2 bis 4 Stunden in Anspruch und
werden als äußerst angenehm empfunden. Hauptbestandteil
der Therapie ist eine genau geregelte Reihenfolge von Maßnahmen,
die durch eine innere Logik verbunden und in dieser spezifischen Form
nur im Ayurveda bekannt ist.
Im Maharishi Ayurveda durchläuft Panchakarma folgende
Schritte:
Abhyanga
Der
Patient erhält eine Ganzkörpermassage, die von zwei
Therapeuten vollkommen synchron ausgeführt wird. Dabei werden
Männer von Männern behandelt und Frauen von Frauen. Die
Massageöle dringen tief in die Haut ein und lösen
fettlösliche Toxine (Giftstoffe) aus den Geweben.
Udvartana
Synchrone
Ganzkörpermassage mit einer speziellen Paste. Dadurch wird der
Stoffwechsel angeregt und Ama abgebaut.
Shirodhara
Ölguß
auf die Stirn.
Ein
Strahl warmes, mit Essenzen angereichertes Sesamöl fließt
kontinuierlich in einem bestimmten Muster auf die Stirn. Das
Nervensystem wird tief entspannt und Vata deutlich reduziert.
Anmerkung:
Die Wirkung ist am besten mit nicht sehr gefülltem Magen.
Pizhichil
Die
königliche Ölmassage.
Das
Pizhichil ist wirklich die Krönung der ayurvedischen Behandlung.
Die Massage findet wieder völlig synchron unter gleichzeitigem
anhaltenden Ölstrahl statt. Diese Form der Massage entgiftet den
Körper durch die Haut außerordentlich. Erfahrungsgemäß
verspürt der Patient anschießend eine große
körperliche Leichtigkeit und geistige Frische.
Vishesh
Vishesh
ist ebenfalls eine Ganzkörper-Synchronmassage, die mit stärkerem
Druck ausgeführt wird und tiefere Gewebeschichten erreicht.
Svedana
Kräuterdampfbäder
öffnen während dieser Wärmetherapie die Shrotas und
helfen dem Körper, sich von Unreinheiten, nicht nur über
die Haut, zu befreien.
Netra Tarpana
Ayurvedische
Augenbehandlung mit speziellen Ölen.
Basti
Medizinischer,
rektaler Einlauf, der Medikamente enthält. Er regt den Darm dazu
an, Unreinheiten zu entfernen und gleicht die gesamte Physiologie
aus.
Bastis
werden nie auf leerem Magen gegeben!
Daher
ist es ratsam, das Mittagessen oder Frühstück einzunehmen,
bevor man zur Behandlung erscheint. Wenn Sie z.B. am späten
Nachmittag Ihren Behandlungstermin haben, ist es gut, wenn Sie zur
normalen Zeit Ihr Mittagessen zu sich genommen haben. Sie sollten
eine Stunde nach dem Basti nichts essen und 2 Stunden danach keine
Früchte oder Fruchtsäfte zu sich nehmen. Sollten Sie sich
ausnahmsweise nach dem Basti etwas unwohl fühlen, so trinken Sie
heißes Wasser mit Ingwer.
Diät während der Hauptkur
Essen
Sie an diesen Tagen unbedingt fettarme, leichte und warme Nahrung
(keine tierischen Eiweißprodukte wie Fleisch, Wurst und Fisch,
aber auch keine Milch, keinen Quark, Käse und Yoghurt).
Vermeiden Sie Pilzgerichte, Rohkost, Kohl und Lauchgewächse (vor
allem Zwiebeln und Knoblauch), Konserven und Industrienahrung.
Frühstück
Bei
entsprechendem Hunger dürfen Sie
ein
leichtes Frühstück einnehmen , z. B.:
Haferbrei
1
Eßl. Haferflocken (zart)
1/2
Teel. Rohrzucker
1
Teel. Rosinen,
2
Tassen Wasser (0,4 l)
Die
Zutaten zusammen aufkochen und für etwa 5 - 10 Minuten leicht
köcheln lassen. Aufpassen! Kocht leicht über oder brennt
an! Abwechselnd könnte man statt Haferflocken andere zarte
Getreide-flocken nehmen wie Reis- oder Dinkelflocken.
Getreidebrei
Dinkel,
Hirse oder Gerste mit Wasser kochen, würzen nach Belieben. Nach
Wunsch kann auch je nach Appetit etwas Obst wie Rosinen, Äpfel,
Bananen oder Aprikosen hinzugefügt werden. Aber bitte mitkochen!
Oder Sie können etwas Ghee, Marmelade oder Honig (nur wenn unter
40°!) hinzufügen.
Mittagessen
Ein
ideales Mittagessen während der Hauptkur sollte aus den
folgenden Komponenten bestehen:
Gemüsesuppe - Zu empfehlen
sind Gemüse, die über der Erde wachsen, sie enthalten
mehr Sonnenenergie und sind damit leichter verdaulich. Nur
Möhren und Rote Beete sind auch gut verträglich.
Reisgericht
- kein Vollreis
Dal
- Linsen-, Erbsen- oder Mungbohnenzubereitung
Chutney -
gekochte und gewürzte Obstbeilage
Süßspeise - aus
natürlichen Produkten
Alle
Gemüse und Curry-Gerichte, Dhals, Reisgerichte, Süßspeisen
und Suppengerichte sind während der Hauptbehandlung ohne
Milchprodukte zuzubereiten.
Außerdem
sind keine frittierten Sachen zu bereiten.
Ghee
sollte auch reduziert benutzt werden.
Achten
Sie bitte auch darauf, etwas sparsamer mit Salz und scharfen
Gewürzen umzugehen.
Abendessen
Ein
ideales Abendessen sollte folgendermaßen aussehen:
Gemüsesuppe
oder Gemüsecremesuppe, dazu leichtes, getoastetes Brot oder
Chapaties (dünne Fladenbrote) oder
ein
leichtes Reisgericht mit Gemüsebeilage oder
ein
süßes Reisgericht ohne Milch, mit gekochtem Obst wie
Bananen, Äpfel, Rosinen, oder
leichten
und süßen Brei wie Dinkel- oder Weizengrieß mit
Kompott oder
einfach
etwas Toastbrot mit Kräutertee
Verdauungsstärkende Mittel
Zur
Stärkung der Verdauungskraft erhalten Sie spezielle Empfehlungen
und Rezepturen, die Sie vor oder während einer Mahlzeit
einnehmen sollen. Im allgemeinen wird Ihnen im Gesundheitszentrum vor
dem Mittagessen ein Verdauungstrunk gereicht. Abends sollten Sie
diesen nach Rezept selbst zubereiten. Diese Abkochung ist jeweils 15
Minuten vor dem Essen einzunehmen.
Sonderbehandlungen
W
ährend
oder nach den Hauptbehandlungen können Ihnen, je nach
Notwendigkeit, spezielle ayurvedische Therapien verordnet werden.
Eine sehr wirkungsvolle Maßnahme ist das
Nasya
für
Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen, Migräne, Kopfschmerzen und
Verspannungen im Schulter-, Nacken- und Rückenbereich.
Nach dem Nasya ist es sehr wichtig, die folgenden Punkte zu
beachten:
Schützen
Sie den Kopf unbedingt vor Wind und Kälte
Ruhe
nach der Behandlung und auch zu Hause ist sehr wichtig
Teilen
Sie dem Therapeuten jegliches Unbehagen sofort mit.
Duschen
Sie und waschen Sie erst die Haare 1/2 Stunde nach der Behandlung.
Gurgeln
Sie ausreichend lange mit heißem Wasser, denn das
intensive Gurgeln verstärkt den Effekt der Behandlung und
ist außerordentlich wichtig, um allen Schleim im
Nasen-Rachenraum zu lösen.
Wenn
die Schleimproduktion andauert, empfiehlt es sich, auch zuhause
noch mit heißem Wasser zu gurgeln.
Nachkur
Diät während der Nachkur
Während
der Nachkur sollten Sie ca. innerhalb 1 - 2 Wochen zu normalem Essen
zurückkehren. Während der Panchakarma-Therapie wird mehr
Ama gelöst, als in dieser Zeit verdaut bzw. ausge-schieden
werden kann. Daher sollten Sie auch noch nach der Therapie 14 Tage
den Verdauungstrunk vor dem Mittagessen und vor dem Abendbrot zu sich
nehmen. Wir geben Ihnen das Pulver mit nach Hause. Vermeiden Sie
weiterhin noch schwer verdauliche Nahrungsmittel wie Fleisch, Wurst,
übermäßig Rohkost und alle Milchprodukte wie Käse,
Quark und Jogurt.
Verdauungstrunk
Von
dem Pulver geben Sie einen Teelöffel auf einen Liter Wasser, und
dann lassen Sie es so lange kochen, bis nur noch 1/4 des Wassers
übrigbleibt. In die Thermoskanne gegeben, trinken Sie es jeweils
1/4 Std. vor dem Mittagessen und vor dem Abendbrot.
Verhalten
Die
Erfahrung zeigt, dass während der Panchakarma-Therapie
tiefgreifende Reinigungs- und Regene-rationsvorgänge
stattfinden. Häufig tritt daher tiefe Müdigkeit und großes
Schlafbedürfnis auf. Auch im Anschluss an die Kur kann es sein,
dass noch viel Ruhe und vermehrt Schlaf erforderlich sind, um die
Heilung abzuschließen. Sie sollten daher für eine
Zeitspanne von 1 bis 2 Wochen nach Abschluss der Behandlungen
möglichst ausreichend Nachtruhe einplanen und auch die Aktivität
nicht so weit übertreiben, dass Sie Ihre Meditation und Ihren
Schlaf darüber vergessen. Schlaf während des Tages ist
jedoch nicht zu empfehlen, da er das Verdauungsfeuer schwächt
und somit der notwendige Abbau des in der Kur gelösten Ama
erschwert wird.
Individuelle
praktische Tips und Hinweise für zuhause, auf der Grundlage
Ihrer Konstitution und Ihrer beruflichen Tätigkeit, bekommen Sie
vom Arzt beim Abschlussgespräch.
Nachfolgend
geben wir allgemeine Empfehlungen zur täglichen Routine und zur
Vorbeugung von Krankheiten, die jedem nützlich sind. Integrieren
Sie die verschiedenen Punkte nach und nach in Ihren Tagesablauf und
beginnen Sie mit dem, was Ihnen angenehm ist. Auch während der
Kur können Sie schon mit einzelnen Punkten beginnen.
Ayurvedische Tagesroutine
Morgens
Morgens
früh ca. 6 Uhr ohne Wecker aufstehen
Zunge
reinigen
Trinken
Sie ein Glas kühles oder heißes Wasser. Nehmen Sie
In der Regel nur heiße Getränke zu sich.
Versuchen
Sie, den Darm zu entleeren
Zähne
putzen
Gandusha:
2 - 3 Minuten mit gereiftem Sesamöl den Mund spülen und
gurgeln.
Ölmassage
des gesamten Körpers mit angewärmtem, gereiftem Sesamöl.
Besonders gründlich Kopfhaut, Ohren und Füße
massieren. Dauer: 5 - 20 Minuten. In der heißen Jahreszeit
reicht die Ölmassage von Kopf, Ohren und Füßen aus.
Während dessen einen Tropfen Öl in jedes Nasenloch.
Eventuell nutzen Sie die Zeit, um die Yoga-Asanas im geölten
Zustand durchzuführen, machbar mit einer Wachsdecke oder
Isomatte auf Boden.
Ihrer
Natur angemessene Körperübungen, z. B. Gruß an die
Sonne - Suryanamaskar: Bitte richten Sie sich bei der
Durchführung nach den Anweisungen des behandelnden Arztes.
Duschen
Sie während der ersten ein bis zwei Wochen nach der Kur mit
warm temperiertem Wasser. Danach gelten individuelle Empfehlungen,
die Sie vom Arzt erhalten.
Yoga-Asanas,
Pranayama, Transzendentale Meditation.
Mittags
Nach
den Mahlzeiten etwas ruhen. Bitte sprechen Sie über diesen
Punkt mit dem behandelnden Arzt.
Kapha:
Auf keinen Fall schlafen, höchsten 10 Minuten im Sitzen ruhen.
Pitta:
Eine halbe Stunde hinlegen oder sitzen, aber nicht schlafen.
Vata:
Eine viertel Stunde ruhen, aber legen Sie sich nicht so bequem ins
Bett, dass Sie nicht anders können, als zu schlafen. Zuviel
Schlaf während des Tages schwächt in jedem Fall das
Verdauungsfeuer und verhindert den Abbau von Ama. Wenn sich während
der Behandlung vermehrte Müdigkeit einstellt, sollten Sie sich
nicht dagegen wehren.
Abends
Angenehme,
entspannende Tätigkeiten.
Vor
dem Schlafengehen (und, wenn möglich, morgens) einen kleinen
Spaziergang an frischer Luft (10 - 15 Minuten)
Früh
schlafen gehen: 22 - 22.30 Uhr Einschlafzeit
Rezepte
Ghee
Nehmen
Sie ungesalzene Sauerrahm-Butter, lassen Sie sie auf kleiner Flamme
in engem Gefäß schmelzen. Dann lassen Sie die Butter so
lange leicht köcheln, dass sich die Oberfläche nur leicht
bewegt. Legen Sie den Deckel nicht auf, da das Wasser aus der Butter
verdampfen muss. Ziehen Sie nach einer Weile regelmäßig
den Schaum auf der Oberfläche etwas beiseite und sehen Sie nach,
ob die Butter so klar ist, dass Sie bis auf den Boden sehen können.
Beim "Köcheln" entsteht u. U. auf der Oberfläche
Schaum, der normalerweise nicht entfernt werden muss, da sich dieser
bei langsamem Kochvorgang verdickt und absetzt, dann leicht abzuheben
ist.
Die
flüssige Butter muss solange "gekocht" werden, bis
alles Wasser verdampft ist. Dies ist dann der Fall, wenn das
"Köcheln" nicht mehr zu hören ist. Dies kann je
nach Menge 1 - 4 Stunden dauern. Die Farbe wird goldgelb, die
Flüssigkeit klar und durchsichtig. Außerdem werden die
Eiweißrückstände, die sich auf dem Boden des Topfes
befinden, bräunlich. Sie dürfen aber auf keinen Fall
schwarz oder dunkelbraun werden. Diesen Moment zu erwischen,
entscheidet über die Qualität des Ghees.
Dann
nehme man einen Kaffeefilter oder ein feines Sieb und schütte
die vom Schaum befreite Butter hindurch. Im Glas sieht es aus wie
klarer Apfelsaft. Wenn es kühl wird, erhält man eine
hellgelbe Masse. Sie können von dem Ghee je 1 Esslöffel pro
Mahlzeit zum Kochen verwenden, das Ghee als Soße auf das heiße
Essen geben oder auch als Brotaufstrich genießen.
Ghee
nur in einem gut verschließbaren, sehr sauberen Glas, aber
niemals im Kühlschrank aufbewahren. Für den täglichen
Gebrauch füllen Sie es in kleine Gläser ab.
Lassi aus frischem Yoghurt
Lassi
ist ein ayurvedisches Yoghurt-Getränk. Es ist leicht verdaulich,
wirkt appetitanregend und durstlö-schend, stärkt die
Verdauungskraft, verbessert das Geschmacksempfinden, normalisiert den
Dünndarm und balanciert die Doshas.
Lassi
sollte niemals älter als 24 Stunden sein. Um täglich
frischen Yoghurt zu haben, nehme man die entsprechende Menge
Frischmilch (nicht H-Milch), koche sie auf, lasse sie in einem
Thermosgefäß bis auf 50 Grad abkühlen, füge bis
2 Teelöffel fertigen Yoghurt hinzu, verschließe das Gefäß,
und lasse es bis zum nächsten Morgen stehen. Dann hat man einen
sehr leichten, gut bekömmlichen Yoghurt. Wird dieser mit
mindestens 2 Teilen Wasser versetzt und mit dem Sahneschläger
gut gemixt, erhält man Lassi.
Dieses
kann man dann je nach Geschmack und Konstitution mit Gewürzen
(Cumin, Rosenwasser, Cardamon, Coriander, Ingwer, Honig u. a.)
niemals aber mit sauren Früchten versetzen.
Lassi
sollte nicht zu kalt serviert werden. Am bekömmlichsten ist
es bei Zimmertemperatur oder sogar etwas wärmer.
Lassi
kann pur getrunken werden oder mit einer Prise Salz, Kreuzkümmel
(Cumin) und Koriander gereicht werden.
Mit
etwas Honig oder Zucker und Rosenwasser wird daraus ein köstliches
Getränk für besondere Gelegenheiten.
Bei
einem geschwächten Verdauungssystem sollte Lassi nicht mit
Früchten oder Milch zusammen genommen werden.
Dattelfrühstück
Wenn
Sie morgens etwas Leichtes essen möchten, ohne gleich an Gewicht
zu verlieren, dann weichen Sie sich abends 3 - 15 Datteln ein
(entsteint), kochen Sie sie morgens, würzen Sie sie mit Kardamom
und Zimt, geben Ghee hinzu und pürieren sie das Ganze.
Guten
Appetit!
Wir kaufen ayurvedische
Lebensmittel in größeren Mengen ein, so dass Sie
einiges von dem, was Sie für die Ayurveda-Küche benötigen,
auch über uns beziehen können.
Allgemeine Essensregeln
Essen
Sie in Stille, in ruhiger und angenehmer Atmosphäre und richten
Sie Ihr Bewußtsein auf das, was Sie essen. Sie sollten während
der Mahlzeiten nicht arbeiten, lesen oder fernsehen. Essen Sie im
Sitzen, essen Sie möglichst jeden Tag zu den gleichen Zeiten.
Es ist ideal, in ausgewogener, gelöster Stimmung zu essen.
Essen
Sie weder zu schnell noch zu langsam.
Essen
Sie etwa 3/4 Ihrer Sättigungsmenge. Verlassen Sie den Tisch
weder sehr hungrig noch zu satt.
Essen
Sie nicht, bevor die vorige Mahlzeit völlig verdaut ist. Ein
Abstand von ca. 3 - 6 Stunden zwischen zwei Mahlzeiten ist ein
Richtwert.
Wasser
oder Saft können Sie schluckweise zum Essen nehmen.
Milch
sollte nicht zu Mahlzeiten mit verschiedenen Geschmacksrichtungen
dazugegeben werden (z.B. zu Gemüse, Fleisch, Fisch,
Kartoffelpüree usw.). Milch kann mit Reis und anderem Getreide
oder süß schmeckenden Speisen genommen werden. Oder
trinken Sie die Milch mit einem Abstand von etwa 30 Minuten vor oder
nach den Mahlzeiten.
Allgemein
sollte die Nahrung ausgewogen sein und alle 6 Geschmacksrichtungen
enthalten. Spezielle Empfehlungen richten sich nach Ihrem
Konstitutionstyp und den Jahreszeiten.
Allgemein
richten wir uns nach unseren spontanen Wünschen. Durch ein
Verlangen drückt der Körper aus, was er braucht, um das
Gleichgewicht in einem bestimmten Augenblick zu erreichen.
Schädliche Wünsche können entstehen aufgrund falscher
Gewohnheiten oder aufgrund von Ungleichgewicht.
Vermeiden
Sie eiskalte Nahrung und Getränke, da sie die Verdauungskraft
schwächen.
Honig
sollte nicht über 40° erhitzt werden und daher nicht zum
Kochen oder Backen verwendet werden.
Gönnen
Sie sich ein paar Minuten ruhigen Sitzens nach dem Essen, bevor Sie
sich wieder Ihrer Tätigkeit zuwenden.
Empfohlene Nahrungszubereitung
Die
praktikable Koch- und Esslösung für Berufstätige
Ayurvedisches Mittagessen mit einem Warmhaltegefäß
Zutaten
1/4
Tasse gelbe Mungbohnen oder rote Linsen
1/4
Tasse Bhasmati Reis gut gewaschen
1
1/2 Tassen frisches Gemüse
Gewürze
je nach Geschmack Cumin, Ingwer, Gelbwurz, Senfsamen, Nelken,
Zimt oder die fertigen Vata-, Kapha-, und Pitta-Churnas je nach
Konstitution
1
Esslöffel Ghee (ausgelassene Butter)
2
Tassen Wasser
Braten
Sie die Gewürze bei mittlerer Flamme ein paar Sekunden in einem
Esslöffel Ghee an und fügen Sie dann die gelben Mungbohnen
oder roten Linsen, den Reis und die geschnittenen Gemüse und
zuletzt die pulverisierten Gewürze hinzu. Wenn Sie das Aroma der
Gewürze riechen können, dann fügen Sie gemessen an den
Mungbohnen und dem Reis 3- bis 5mal soviel Wasser hinzu und lassen
das ganze 2 Minuten aufkochen. Füllen Sie das Ganze dann
unverzüglich in ein 1-Liter-Thermosgefäß.
Verschließen Sie dieses und lassen Sie es ca. 4 Stunden
geschlossen. Nach 4 Std. ist Ihre Mahlzeit gar.
Wenn Sie experimentieren wollen
Wenn
Sie mit den Mengen und Kochzeiten experimentieren wollen, beachten
Sie bitte folgendes:
Reis
und Mungbohnen benötigen eine entsprechende Menge Wasser, um
weich und gut ver-daulich zu werden.
Schwerere
Linsen und Bohnen benötigen mehr als 2 Minuten Kochzeit. Sie
sollten gleich an-schließend nach dem Anbraten der Gewürze
gekocht werden.
Anschließend
kommt der Reis hinzu und zuletzt das Gemüse.
Schwere
Gemüse wie Karotten, Rote Beete usw. benötigen 1 - 2 Min.
Kochzeit ebenso wie Reis und Mungbohnen.
Spinat
und andere leichte Blattgemüse können einfach ein paar
Sekunden vor dem Umfüllen in den Thermosbehälter
hinzugegeben werden.
Wenn
die Zeit zwischen dem Kochen und dem Essen 5 - 6 Stunden beträgt,
dann sollten Sie das Ganze noch einmal kurz aufkochen, aber nicht
länger als 2 Minuten. Wenn die Zeit nur 2 - 3 Stunden
beträgt, dann kochen Sie es etwas länger, bevor Sie es in
den Thermos-behälter einfüllen. Die genaue Zeit hängt
von der Fähigkeit des Thermosgefäßes ab, die Wärme
zu halten.
Beachten
Sie bitte, dass Sie das Ghee und das Öl niemals so stark
erhitzen, dass sich Rauch entwickelt. Beginnen Sie mit den ganzen
Gewürzen, wie z.B. Cuminsamen, Senfsamen, Bockshornkleesamen,
frisch geschnittenem Ingwer. Braten Sie sie eins nach dem anderen bis
das Aroma herausgebracht wird. Dann fügen Sie die gemahlenen
Gewürze hinzu, je nach Geschmack und Konstitution.
Gewürze
Zu
ein und demselben Gericht wird ein Gewürz entweder ganz oder in
gemahlener Form angewandt. Beachten Sie bitte folgende Regeln:
Schwarze
Senfsamen erhitzen, bis sie platzen
Cuminsamen
bis das Aroma austritt und das Ghee bräunlich wird
Frischer
geschnittener Ingwer, bis das Ghee bräunlich wird
Gemahlener
Gelbwurz 3 - 5 Sekunden
Gemahlener
Pfeffer 3 - 5 Sekunden, anschließend Wasser dazugeben.
Unsere
Empfehlung ist jedoch, bevor Sie anfangen zu experimentieren, mit dem
oben angeführten Re-zept zu beginnen. Später wird sich Ihr
Repertoire automatisch erweitern.
Gesunde Ernährung
G
esunde
Ernährung wird von verschieden Schulen unterschiedlich gesehen.
Während im Ayurveda vorwiegend warme leicht verdauliche Nahrung
bevorzugt wird, empfehlen andere die nicht verarbeiteten rohen
Nahrungsmittel als besonders empfehlenswert, da dort ja noch alle
Vitamine und Mineralien vor-handen sind.
Der
Ayurveda sagt, dass die Vitamine in einem Zellstoffmantel verpackt
sind, und der Körper sie gar nicht aufschließen kann. Auf
der anderen Seite wird in vielen Ayurveda-Büchern die flüssige
Nahrung bevor-zugt. Aber auch bei flüssiger Nahrung besteht die
Gefahr, dass sie nicht gut eingespeichelt wird und damit ein
wichtiger Verdauungsschritt fehlt. Daher folgender Vorschlag:
Rohe und gekochte Nahrung
Kombinieren
Sie rohe mit gekochter Nahrung und verflüssigen Sie beides, aber
vergessen Sie nicht einige Bestandteile, die trotzdem intensiv gekaut
werden müssen, damit Sie die gut verflüssigte rohe und
gekochte Nahrung auch verdauen können. Denken Sie dabei auch an
Ihren Eiweiß- und Vitamin-B12-Haushalt. Wer eingeschworener
Vegetarier ist, der sollte als Lösung an Spirulina denken, in
dem beides in gut aufschließbarer Form vorhanden ist. Gewürze
zur Stärkung der Verdauungskraft sollten auch nicht fehlen und
es sollten alle sechs Geschmacksrichtungen in jeder Mahlzeit
vorhanden sein. In den Churnas des Maharishi Ayurveda ist daran
gedacht. Ansonsten denke man in der Zusammensetzung natürlich
auch an seinen Konstitutionstyp, neben den 3 ayurvedischen haben sich
auch die solaren und lunaren Typen als wichtig herausgestellt.
Man
koche sich also Getreide, Reis, Weizen, wilden Reis, besonders
schmackhaft und eisenhaltig, mit Gemüse im Turmdünster und
nehme kurz vor dem Essen das Gemüse in eine gute Küchenmaschine,
z.B. Thermomix von Vorwerk, füge z.B. Spirulina als
Eiweißkonzentrat, frische Gewürze, wenn möglich mit
Ingwer, und Petersilie, Korianderblätter, Liebstöckel,
Salbei, Basilikum o.a. hinzu. Die saure Ge-schmacksrichtung in der
Form von Kiwi oder Zitrone sind gut für die lunaren Typen. Dann
nehmen Sie etwas rohes Gemüse oder auch Keimlinge, die besonders
vitaminhaltig sind, und das Kochwasser und machen daraus eine Suppe
mit leicht cremiger Konsistenz. Dazu kann auch Ghee oder Olivenöl
o.a. hilfreich sein. Verrühren Sie alles zum Schluss mit den
nicht verflüssigten Körnern und genießen Sie diese
ayurvedische Suppe mit intensiver Kauarbeit.
Dattelsuppe
Abends
sollte man flüssiger essen, so dass sich auch hier die
Dattelsuppe bewährt hat, bestehend aus
5
bis 15 Datteln,
1
L Wasser und
100
g Reis,
Gewürze
sind Kardamom, Zimt, Vanille o. a.
mit
Ghee, während für solare Typen auch Olivenöl ohne
Gewürze diskutabel wären.
Aber
bitte anschließend nicht zu fein pürieren, damit der
Kauapparat noch etwas zu tun hat.
Das
Ayurveda-Gesundheitszentrum wünscht Ihnen
ein
freudvolles Kochen, eine wohlschmeckende gesunde Mahlzeit
und
einen Guten Appetit!
Bezugsquellen
Getreide,
Gewürze, Ayurveda-Produkte, Bücher, CDs und anderes
können
Sie über folgende Adressen bestellen:
Maharishi
Ayurveda
Gesundheitszentrum
Lüchtefeld
Geseker
Str. 8, 59590 Mönninghausen
Fon
02942-78558
Fax
02942-57248
MTC
Postfach
1126
D-41845
Wassenberg
Fon
01805-108109
Fax
01805-108110
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